Du hast dir ein E-Mail-Tool, z.B. Klicktipp* eingerichtet, vielleicht sogar schon ein Freebie erstellt und trotzdem trägt sich niemand ein. Das ist der Moment, an dem viele aufgeben. Dabei liegt es selten am Tool, sondern fast immer daran, wo und wie du um die E-Mail-Adresse bittest.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine E-Mail-Liste aufbauen kannst, auch wenn deine Reichweite noch klein ist. Du bekommst sieben konkrete Wege, eine Übersicht, welcher Weg zu deiner Ausgangslage passt, und ein Beispiel, wie ich es auf dieser Website selbst umsetze.
Falls du noch ganz am Anfang stehst: Den Überblick über alle Schritte findest du im Guide E-Mail-Marketing für Anfänger.
Warum die ersten Abonnenten am schwersten sind
Am Anfang fehlen dir zwei Dinge gleichzeitig: Reichweite und Vertrauen. Wer dich nicht kennt, gibt dir nicht einfach seine E-Mail-Adresse.
Das bedeutet auch: Langsames Wachstum am Anfang ist normal. Es ist kein Zeichen dafür, dass E-Mail-Marketing bei dir nicht funktioniert.
Der wichtigste Gedanke für den Start lautet deshalb: Du musst keine neuen Besucher erfinden. Du fängst dort an, wo bereits Menschen auf dich treffen. Auf deinem Blog, in deinem Instagram-Profil, unter deinen Videos. Genau an diesen Stellen setzt du dein Formular ein.

In 5 Schritten zur eigenen E-Mail-Liste
- 5 klaren Schritten, wie du deine erste E-Mail-Liste aufbaust
- ohne Technik-Frust, ohne Vorkenntnisse.
- 3 Tools inklusive
Bevor du startest: Diese drei Dinge brauchst du
Bevor du deine Liste aktiv aufbaust, sollten drei Grundlagen stehen:
- Ein E-Mail-Marketing-Tool mit Anmeldeformularen. Welche Kriterien wichtig sind, erkläre ich im Guide für Anfänger.
- Ein Formular mit Double-Opt-in. Erst nach der Bestätigung per E-Mail landet jemand auf deiner Liste. → [Link: Newsletter und DSGVO – folgt]
- Ein guter Grund zum Eintragen. Meist ist das ein Lead Magnet, also ein kostenloses Freebie. → [Link: Lead Magnet erstellen – folgt]
Wenn diese drei Punkte stehen, geht es um die eigentliche Frage: Wo bringst du dein Formular unter?
E-Mail-Liste aufbauen: 7 Wege zu deinen ersten Abonnenten

1. Ein Formular am Ende deiner besten Blogartikel
Wer einen Artikel bis zum Ende liest, interessiert sich für das Thema. Genau dort ist der beste Moment, um ein passendes Angebot zu machen.
Entscheidend ist der Bezug: Unter einem Artikel über Balkontomaten funktioniert ein „Gießplan für den Balkon“ deutlich besser als ein allgemeines „Abonniere meinen Newsletter“.
So startest du: Schau nach, welche drei Artikel die meisten Besucher haben, und füge dort zuerst ein Formular ein.
2. Eine eigene Landingpage
Eine Landingpage ist eine Seite mit nur einem Ziel: der Anmeldung. Es gibt kein Menü und keine Ablenkung, nur dein Angebot und das Formular.
Der große Vorteil: Du kannst diese eine Seite überall verlinken – in Social-Media-Profilen, unter Videos, in deiner E-Mail-Signatur oder in Gesprächen. Eine eigene Website brauchst du dafür nicht zwingend. Viele E-Mail-Tools, wie z.B. Klicktipp*, bieten Landingpages direkt an.
Ein Beispiel ist die Seite zu meiner E-Mail-Starter-Checkliste.
3. Der Link in deiner Social-Media-Bio
Auf Instagram oder TikTok kannst du in Beiträgen meist keine klickbaren Links setzen. Der Link in deinem Profil ist deshalb besonders wertvoll.
Verlinke dort direkt deine Landingpage und verweise in Beiträgen oder Storys darauf, zum Beispiel: „Die komplette Checkliste gibt’s kostenlos – Link in meinem Profil.“

Wie du ganz ohne eigene Website startest, zeige ich im Artikel Affiliate Marketing ohne Website. Die Ideen dort funktionieren genauso für den Listenaufbau.
4. Videobeschreibung und angepinnter Kommentar
Wenn du Videos auf YouTube veröffentlichst, hast du zwei gute Stellen für deinen Link: die ersten Zeilen der Videobeschreibung und einen angepinnten Kommentar.

Noch besser funktioniert es, wenn du im Video selbst kurz darauf hinweist, und zwar an der Stelle, an der dein Freebie den Inhalt ergänzt. Zum Beispiel: „Alle Schritte aus diesem Video habe ich dir in einer Checkliste zusammengefasst.“
Hier geht’s zum YouTube-Video. Schaue dir meine Videobeschreibung an:
5. Startseite und Über-mich-Seite
Diese beiden Seiten werden oft übersehen. Dabei landen dort häufig Menschen, die gerade herausfinden wollen, wer du bist und ob du ihnen weiterhelfen kannst.
Ein kurzer Abschnitt mit deinem Freebie passt auf beiden Seiten natürlich. Auf der Über-mich-Seite wirkt er am Ende besonders gut: Der Leser hat dich gerade kennengelernt, und du bietest ihm einen nächsten Schritt an.

In 5 Schritten zur eigenen E-Mail-Liste
- 5 klaren Schritten, wie du deine erste E-Mail-Liste aufbaust
- ohne Technik-Frust, ohne Vorkenntnisse.
- 3 Tools inklusive
6. Pop-up oder Slide-in – mit Bedacht
Pop-ups haben einen schlechten Ruf, und oft zu Recht. Eingesetzt mit Bedacht können sie aber funktionieren.
Auf dem Smartphone gibt es einen wichtigen Punkt: Google hat bereits 2017 angekündigt, dass Seiten in der mobilen Suche schlechter ranken können, wenn ein Pop-up direkt nach dem Klick aus den Suchergebnissen den Hauptinhalt verdeckt oder erst weggeklickt werden muss. Ausnahmen sind zum Beispiel rechtlich notwendige Hinweise und Banner, die nur einen angemessenen Teil des Bildschirms einnehmen. (Quelle: Google Search Central)
Meine Empfehlung für den Anfang:
- Kein Vollbild-Pop-up auf dem Smartphone
- Lieber ein kleines Slide-in am Rand oder unten
- Erst zeigen, wenn jemand einen Teil des Artikels gelesen hat
- Das „X“ zum Schließen muss gut sichtbar sein
7. Dein bestehendes Netzwerk – einladen statt importieren
Vielleicht hast du Kontakte aus deinem Job, von Veranstaltungen oder aus deinem Handy. Diese Adressen darfst du nicht einfach in dein E-Mail-Tool importieren und anschreiben. Für werbliche E-Mails brauchst du eine Einwilligung.
Was du tun kannst: Diese Menschen persönlich einladen. Schick ihnen zum Beispiel eine private Nachricht mit dem Link zu deiner Landingpage. Wer sich selbst einträgt und bestätigt, ist ein echter Abonnent.
→ Warum das so wichtig ist, erkläre ich ausführlich im Artikel [Link: Newsletter und DSGVO – folgt].

In 5 Schritten zur eigenen E-Mail-Liste
- 5 klaren Schritten, wie du deine erste E-Mail-Liste aufbaust
- ohne Technik-Frust, ohne Vorkenntnisse.
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Welcher Weg passt zu dir?
Du musst nicht alle sieben Wege auf einmal umsetzen. Im Gegenteil: Starte mit ein oder zwei Wegen, die zu deiner Ausgangslage passen.
| Deine Ausgangslage | Starte mit diesen Wegen |
|---|---|
| Du hast einen Blog mit ersten Besuchern | Formular am Artikelende (1) + Startseite (5) |
| Du bist vor allem auf Instagram oder TikTok aktiv | Landingpage (2) + Link in der Bio (3) |
| Du veröffentlichst YouTube-Videos | Landingpage (2) + Videobeschreibung (4) |
| Du hast noch keine Reichweite | Landingpage (2) + persönliches Netzwerk einladen (7) |
Wenn der erste Weg läuft, nimmst du den nächsten dazu. So bleibt der Aufwand überschaubar, und du erkennst, was bei deiner Zielgruppe funktioniert.
So schreibst du ein Formular, das Menschen ausfüllen
Der beste Platz nützt wenig, wenn das Formular selbst nicht überzeugt. Diese vier Punkte machen den Unterschied:
1. Eine Überschrift mit Nutzen. „Newsletter abonnieren“ sagt nicht, was der Leser davon hat. Besser: Was bekommt er, und welches Problem löst es?
2. So wenige Felder wie möglich. Die E-Mail-Adresse reicht. Den Vornamen kannst du freiwillig abfragen. Jedes weitere Pflichtfeld ist eine zusätzliche Hürde.
3. Eine klare Erwartung. Schreib ehrlich dazu, was nach der Anmeldung passiert: das Freebie und danach dein Newsletter – und wie oft ungefähr.
4. Ein konkreter Button-Text. „Absenden“ ist neutral. „Checkliste kostenlos anfordern“ sagt genau, was passiert.
Vorher/Nachher-Beispiel (fiktiv):
| Kategorie | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Überschrift | Newsletter abonnieren | Dein Gießplan für den Balkon – kostenlos |
| Text | Bleib auf dem Laufenden! | Nie wieder vertrocknete Tomaten: Der Plan zeigt dir, wann und wie viel du gießen solltest. |
| Felder | Vorname, Nachname, E-Mail, Wohnort | E-Mail (Vorname freiwillig) |
| Button | Absenden | Gießplan anfordern |
MEINE ERFAHRUNG: Beim Aufbau meiner eigenen Liste hat sich für mich ein Punkt als besonders wichtig herausgestellt: Ein Lead Magnet muss für den Interessenten zielführend sein und echten Mehrwert bieten. Er sollte dem Leser in seiner aktuellen Situation sofort weiterhelfen. Das beste Formular bringt wenig, wenn das Angebot dahinter nicht zu dem passt, was der Leser gerade braucht.
Tipp: KI-Tools können dir helfen, mehrere Varianten für Überschrift und Button zu formulieren. Entscheiden musst du aber selbst, denn nur du kennst deine Zielgruppe. → [Link: E-Mail-Marketing mit KI – folgt]
Praxisbeispiel: So sammle ich E-Mail-Adressen
Damit du siehst, wie das in der Praxis aussehen kann, hier mein eigener Aufbau:
Eine eigene Landingpage für jedes Freebie. Für die E-Mail-Starter-Checkliste gibt es eine eigene Seite. Dort steht nur das Angebot mit Formular, ohne Menü und ohne Ablenkung. Diese Seite kann ich überall verlinken, wo ich aktiv bin: auf Instagram, YouTube und Facebook.
Eine Formularbox in passenden Blogartikeln. In Artikeln, die thematisch zur Checkliste passen, steht eine Box mit Formular – so wie in diesem Artikel.
Ein eigenes Formular für jede Quelle. Landingpage und Blog-Box nutzen jeweils ein eigenes Formular in meinem E-Mail-Tool (KlickTipp*). So sehe ich später, über welchen Weg sich jemand eingetragen hat, und erkenne, welche Stellen gut funktionieren.
Der Ablauf nach der Anmeldung:
- Formular ausfüllen
- Bestätigungsseite mit dem Hinweis, die E-Mail-Adresse zu bestätigen
- Klick auf den Link in der Bestätigungsmail
- Danke-Seite mit direktem Download
- Willkommensmail mit dem Download-Link
Diese Struktur kannst du mit jedem gängigen E-Mail-Tool nachbauen. Du brauchst dafür keine komplizierte Technik – nur ein Formular, zwei einfache Seiten und zwei E-Mails.
Was du beim Listenaufbau vermeiden solltest
Gekaufte E-Mail-Listen. Diese Menschen haben nicht in deine E-Mails eingewilligt. Das ist rechtlich riskant und bringt dir Empfänger, die sich nicht für dich interessieren.
Kontakte einfach importieren. Visitenkarten, Handykontakte oder Kundenlisten aus einem anderen Zusammenhang sind keine Einwilligung. Lade diese Menschen lieber persönlich ein (siehe Weg 7).
Gewinnspiele ohne Themenbezug. Wer sich für ein Tablet einträgt, interessiert sich selten für deine Inhalte. Du bekommst schnell viele Adressen, aber kaum echte Leser.
Pop-ups auf jeder Seite, sofort beim Laden. Das nervt deine Besucher und kann auf dem Smartphone deine Sichtbarkeit bei Google beeinträchtigen (siehe Weg 6).
Ein Freebie, das nicht zu deinem Thema passt. Wenn Freebie und spätere E-Mails nicht zusammenpassen, melden sich viele nach dem Download direkt wieder ab.
→ Was rechtlich bei Einwilligung und Double-Opt-in gilt: [Link: Newsletter und DSGVO – folgt]
Fazit: Dein nächster Schritt
Eine E-Mail-Liste baust du nicht mit einem Trick auf, sondern mit der richtigen Platzierung und einem Angebot, das deinem Leser sofort weiterhilft.
Du musst dafür nicht alle sieben Wege gleichzeitig nutzen. Such dir einen Weg aus der Tabelle in Abschnitt IV aus und setz ihn diese Woche um. Wenn er läuft, nimm den nächsten dazu.
Der wichtigste Baustein dabei ist dein Freebie. Wie du einen Lead Magnet erstellst, der Menschen wirklich zum Eintragen bewegt, zeige ich dir im nächsten Artikel: [Link: Lead Magnet erstellen – folgt]
FAQ
Wie viele Abonnenten brauche ich am Anfang? Es gibt keine Mindestzahl. Schon wenige Abonnenten, die sich wirklich für dein Thema interessieren, sind ein guter Start. Wichtiger als die Größe ist, dass Liste und Inhalte zusammenpassen.
Kann ich eine E-Mail-Liste ohne Website aufbauen? Ja. Viele E-Mail-Tools bieten eigene Landingpages an, die du in Social-Media-Profilen oder unter Videos verlinken kannst. → Affiliate Marketing ohne Website
Darf ich Kontakte aus meinem Handy oder von Visitenkarten eintragen? Nein, nicht einfach so. Für werbliche E-Mails brauchst du eine Einwilligung. Du kannst diese Menschen aber persönlich einladen, sich selbst einzutragen. Dies ist keine Rechtsberatung. → [Link: Newsletter und DSGVO – folgt]
Wie schnell wächst eine E-Mail-Liste? Das hängt von deiner Reichweite, deinem Thema und deinem Freebie ab. Eine seriöse allgemeine Zahl gibt es nicht. Am Anfang ist langsames Wachstum normal.
Sind Pop-ups nervig oder sinnvoll? Beides ist möglich. Kleine, gut schließbare Hinweise, die erst nach einer Weile erscheinen, stören deutlich weniger als Vollbild-Pop-ups direkt beim Laden. Auf dem Smartphone solltest du besonders zurückhaltend sein.
Welches Tool brauche ich für den Start? Ein E-Mail-Marketing-Tool mit Anmeldeformularen und Double-Opt-in. Für den kostenlosen Einstieg empfehle ich Anfängern Brevo*. Mehr dazu im Guide für Anfänger.
KI-Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend von mir redaktionell geprüft, überarbeitet und ergänzt.